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Professionelle Schimmelentfernung: Warum Überstreichen den Fleck nur verschiebt

Der dunkle Fleck hinter dem Schlafzimmerschrank war nach dem Überstreichen verschwunden. Vier Wochen später zeichnete er sich wieder ab, diesmal grösser. So beschreiben es viele Eigentümer, wenn sie zum ersten Mal mit Schimmel zu tun haben. Handelsübliche Wandfarbe macht den Befall für eine Weile unsichtbar, sie beseitigt ihn aber nicht.

Genau hier trennt sich Kosmetik von Sanierung. Wer Schimmel dauerhaft loswerden will, muss wissen, warum er ausgerechnet dort wächst. Die entscheidende Frage lautet also nicht, womit sich der Fleck abdecken lässt. Sie lautet: Wie tief sitzt er?

Wenn Sie wissen wollen, wie tief der Befall sitzt, dann kontaktieren Sie die MVM AG. Die Beurteilung vor Ort ist der erste Schritt.

Das Wichtigste zur Schimmelentfernung:

Eine professionelle Schimmelentfernung folgt einer festen Reihenfolge: Am Anfang stehen die Ursachenanalyse mit Feuchtigkeitsmessung und die Abschottung des Bereichs. Danach folgen die Entfernung des befallenen Materials und der Aufbau mit schimmelresistentem Anstrich. Fehlt ein Schritt, kehrt der Befall meist innerhalb weniger Wochen zurück. Entscheidend ist dabei, ob der Untergrund tragfähig geblieben ist, denn davon hängt der gesamte Aufwand ab.

Warum und wie entsteht Schimmel überhaupt?

Schimmelsporen sind in jeder Wohnung vorhanden, auch in einer frisch renovierten. Zum Problem werden sie erst, wenn sie genug Feuchtigkeit und einen nährstoffhaltigen Untergrund finden. Tapetenkleister, Dispersionsfarbe, Gipskarton und Staub liefern diese Nährstoffe. Licht und Sauerstoff braucht der Pilz kaum.

Die Feuchtigkeit kommt dabei selten von aussen. Sie entsteht im Raum, etwa beim Duschen, Kochen oder Atmen. Trifft diese warme Luft auf eine kalte Wandoberfläche, fällt sie unter den Taupunkt und es bildet sich Kondensat. Deshalb sitzt der Befall so oft an Aussenwänden, in Raumecken und hinter Möbeln. In Altbauten kommt häufig noch aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk dazu, weshalb sich dort zuerst die Feuchtigkeit im Altbau reduzieren lässt, bevor überhaupt saniert wird.

Warum kommt der Schimmel nach dem Überstreichen zurück?

Wer den Belag überstreicht, deckt das Ergebnis ab und nicht die Bedingung. Sichtbar ist ohnehin nur ein Teil der Kolonie, denn das Pilzgeflecht wächst in poröse Materialien hinein, also in Putz, Gips, Tapete oder Fugenmörtel. Solange die Wandoberfläche weiterhin unter den Taupunkt fällt, tritt der Befall an derselben Stelle wieder durch.

Daraus ergibt sich die wichtigste Weichenstellung: Auf dichtem Anstrich bleibt das Geflecht eher oben, in weichem Putz dringt es tiefer ein. Ist der Untergrund tragfähig, genügt eine Behandlung mit anschliessendem Aufbau. Sonst muss das Material heraus.

Wann sollten Sie einen Fachbetrieb beiziehen?

Schimmel ist kein Randproblem. Laut Bundesamt für Gesundheit treten Feuchtigkeit und Schimmel in der Schweiz in jedem vierten bis fünften Haushalt auf. Eine kleine Stelle an einer Silikonfuge im Bad wirkt dabei harmlos, und oft ist sie das auch. Das Problem: Von aussen lässt sich kaum unterscheiden, ob es bei dieser Stelle bleibt. Der sichtbare Bewuchs sagt nichts darüber aus, wie weit das Geflecht im Material bereits reicht.

Oliver Emmenegger
«Schimmel ist fast immer grösser, als das blosse Auge zeigt. Wie weit er reicht, sehen wir erst mit einer professionellen Messung.»
Oliver Emmenegger
Kundenberatung Oberflächen & Schimmelsanierungsexperte

Deshalb lohnt sich die Beurteilung durch einen Fachbetrieb früher, als die meisten denken. Sie beantwortet die Frage, die über alles Weitere entscheidet, nämlich ob eine Behandlung genügt oder ob Material herausmuss. Wer stattdessen auf Verdacht saniert, entfernt entweder zu viel oder zu wenig.

Klar ist die Lage, sobald der Befall Bauteile betrifft. Bei Gipskarton, Dämmung oder Holz ist ein Rückbau wahrscheinlich. Dasselbe gilt, wenn der Schimmel nach einer Reinigung erneut auftritt, denn dann liegt ein Bauteilproblem vor.

Wie läuft eine professionelle Schimmelentfernung ab?

Der Ablauf folgt immer derselben Reihenfolge, weil jeder Schritt auf dem vorherigen aufbaut. Die MVM AG arbeitet nach diesem Raster, ob es nun eine Wohnung oder ein Gewerbeobjekt betrifft.

  1. Ursachenanalyse und Messung. Eine Wandfeuchtigkeitsmessung zeigt, ob hinter dem Befall ein Baumangel, ein Wasserschaden oder Kondensat steckt. Ohne diesen Schritt bleibt jede weitere Massnahme ein Versuch.
  2. Abschottung des Arbeitsbereichs. Beim Entfernen lösen sich Sporen und gelangen in die Raumluft. Staubschutz und kontrollierte Luftführung halten sie aus angrenzenden Räumen fern.
  3. Beurteilung der Tragfähigkeit. Hier entscheidet sich, ob der Untergrund bleiben kann. Ist er tragfähig, folgt die Behandlung. Sonst kommen Tapete, weicher Putz oder befallener Gipskarton heraus.
  4. Reinigung und Trocknung. Der Untergrund wird gereinigt und kontrolliert getrocknet. Erst wenn die Restfeuchte stimmt, beginnt der Neuaufbau.
  5. Aufbau mit schimmelresistentem Anstrich. Den Abschluss bildet ein Anstrich, der neuen Bewuchs unterbindet, statt ihn zu überdecken.

Bevor der erste Handgriff passiert, prüfen die Fachleute der MVM AG vor Ort, wie weit der Befall reicht. Daraus ergibt sich, welche dieser Schritte in Ihrem Objekt nötig sind.

Was leistet ein schimmelresistenter Anstrich?

Schimmelresistente Anstriche hemmen das Wachstum von Schimmelpilzen und beugen so einem erneuten Befall vor. Je nach Zusammensetzung kommen dabei unterschiedliche Wirkprinzipien zum Einsatz.

Wichtig sind geeignete, geprüfte Produkte, die sich für bewohnte Räume eignen und sich auf tragfähigen Untergründen auftragen lassen. Auch gefährdete Flächen lassen sich damit vorbeugend behandeln.

Welche Rolle spielt der Untergrund?

Der Untergrund bestimmt, wie weit die Sanierung reicht. Dieselbe Fläche kann eine Behandlung von wenigen Stunden bedeuten oder einen Rückbau über mehrere Tage. Die folgende Übersicht zeigt, was die Fachleute bei der Beurteilung vor Ort unterscheiden.

Untergrund Verhalten bei Befall Typische Massnahme
Anstrich auf tragfähigem Putz Befall bleibt meist oberflächlich Behandlung und Aufbau
Tapete mit Kleister Kleister dient als Nährboden Tapete vollständig entfernen
Weicher oder gerissener Putz Geflecht dringt in die Tiefe Rückbau bis auf tragfähigen Grund
Gipskarton Saugt Feuchtigkeit, verliert Festigkeit Platte ersetzen
Silikonfuge im Bad Oberflächlich, nutzungsbedingt Fuge ersetzen, Lüftung prüfen

Aus dieser Beurteilung ergibt sich auch der Preis. Eine reine Reinigung ist billig, wiederholt sich aber. Wer dreimal reinigt und danach doch saniert, zahlt die Sanierung zusätzlich. Deshalb steht die Analyse am Anfang und nicht das Angebot.

Wie halten Sie die Wand nach der Sanierung trocken?

Nach der Sanierung entscheidet die Nutzung darüber, ob die Wand trocken bleibt. Wichtig ist deshalb der Feuchtigkeitsschutz im Winter, wenn warme Raumluft auf kalte Aussenwände trifft und Kondensat entsteht.

Drei Gewohnheiten wirken dabei am stärksten. Mehrmals täglich stosslüften, also die Fenster für einige Minuten ganz öffnen, besonders nach dem Duschen und Kochen. Räume gleichmässig beheizen, denn in ausgekühlten Zimmern schlägt sich die Feuchtigkeit an den Wänden nieder. Und Möbel mit etwas Abstand vor Aussenwände stellen, damit die Luft dahinter zirkuliert. In Bad und Keller hilft zusätzlich ein Entfeuchter.

Fazit: Schimmelentfernung beginnt bei der Ursache, nicht bei der Farbe

Schimmel verschwindet nicht dadurch, dass man ihn abdeckt. Er verschwindet, wenn die Feuchtigkeit verschwindet, die ihn ernährt. Deshalb beginnt jede professionelle Schimmelentfernung mit einer Messung und nicht mit einem Produkt. Danach folgen Abschottung, die Beurteilung des Untergrunds, eine kontrollierte Trocknung und ein Anstrich, der neuen Bewuchs unterbindet.

Die MVM AG betreut sowohl Privatkunden und Immobilienverwaltungen als auch Gewerbeobjekte von den Standorten Emmen, Zürich, Zug, Sursee, Stans und Meggen aus. Maler und Gipser arbeiten im selben Betrieb, sodass Untergrund, Behandlung und Anstrich zusammenpassen. Wenn Sie Ihren Schimmel dauerhaft entfernen lassen wollen, kontaktieren Sie uns gerne.

Häufige Fragen zur Schimmelentfernung

Hilft es, Schimmel einfach zu überstreichen?

Nein, handelsübliche Wandfarbe macht den Befall nur vorübergehend unsichtbar. Der Pilz wächst im Untergrund weiter und tritt nach kurzer Zeit erneut durch.

Wer zahlt die Schimmelentfernung, Mieter oder Vermieter?

Das hängt davon ab, ob ein Baumangel oder das Nutzungsverhalten den Befall verursacht hat. Genau deshalb steht die dokumentierte Ursachenanalyse am Anfang.

Wie lange dauert eine Schimmelsanierung?

Bei überschaubarem Befall dauern Entfernung und Neuaufbau wenige Tage. Den Zeitrahmen bestimmt meist die Trocknung.

Was kostet Schimmelentfernung in der Schweiz?

Der Preis richtet sich nach Ursache und Materialzustand, nicht nach der Fläche. Eine Behandlung auf tragfähigem Untergrund liegt deutlich unter einem Rückbau. Eine belastbare Zahl entsteht nach der Besichtigung.

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