Betonsanierung

von MVM AG am 10.06.2020 um 16:31

Betonsanierung – was kann man tun gegen Schäden & Schmutz?

Beton gilt als unverwüstliches und robustes Material. Trotzdem kann er schon nach relativ kurzer Zeit verschmutzen. Tauchen die ersten Schäden auf, können sie auf Mängel am Betonbau hinweisen. Oft weisen Risse und abgeplatzte Stellen darauf hin, dass sich dahinter grössere Schäden verbergen, die nur durch eine Betonsanierung behoben werden können. Gründe für solche Mängel gibt es eine ganze Menge: Sie reichen von unsachgemässer Arbeit bei der Planung, Fehler bei der Durchführung der Arbeiten bis hin zur Verwitterung. Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie die Mängel beim Fassadenbau erkennen und eine Betonsanierung erfolgreich durchführen können.
 

Beton ist ein natürlicher Baustoff

Beton ist ein natürliches Produkt: Bei seiner Herstellung wird Zement mit Kies oder Sand und Wasser vermischt. Kommt Baustahl oder Spannstahl dazu, wird Stahlbeton daraus. Der Hauptbestandteil von Beton ist jedoch immer der Zement, er ist das Bindeglied, das die Kies- oder Sandkörner miteinander verbindet und zu einem harten Gestein werden lässt. Er schützt vor Feuer, hält Lärm und Feuchtigkeit ab und wirkt wärmeisolierend. Weil Beton ein natürliches Baumaterial ist, gilt er als nachhaltiger Baustoff mit guter Ökobilanz. Weil die Kosten zur Herstellung von Betonbauten relativ gering sind, gilt Beton als wirtschaftlicher Baustoff.
 
Betonwand
 

Das muss eine Betonwand alles leisten

Eine Wand aus Beton isoliert gegen Kälte und Wärme, widersteht Feuer, schützt vor Schall und hält fast jedem Druck stand. Daher bilden Betonwände bei modernen Bauten nicht nur die Aussenhülle des Hauses, sondern werden ebenso innen zur Aufteilung der Räume eingesetzt. Dabei wird der flüssige Beton in die Verschalung gegossen und die Oberfläche der sägerauen Bretter ist nach dem Aushärten deutlich sichtbar. Bleibt diese Betonwand unverputzt, ist der Beton ein Sichtbeton. In der Architektur wird der Werkstoff seit gut einem Jahrhundert verwendet, ein sachlicher, minimalistischer und moderner Baustoff, der selbst freie und bewegte Formen erlaubt. Ist im Beton ein Stahlgitter verbaut, ist die damit errichtete Wand druckstabil und kann grosse Lasten abtragen. Weitere Eigenschaften einer Betonwand aus Stahlbeton:
 

  • undurchlässig gegenüber Wasser
  • dämmt Schall sehr gut
  • dämmt die Wärme eher schlecht
  • ist manchmal anfällig für Risse
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    Dank der Hülle aus Beton ist die innen verbaute Stahlmatte vollständig umhüllt und daher gut vor Korrosion geschützt. Es sei denn, es kommt zu Schäden am Beton.
     

    Mögliche Schäden am Beton

    Sowohl bei der Planung, aber auch bei Konstruktion und Ausführung können Fehler entstehen, die schliesslich zu Schäden am Beton führen. Das gleiche gilt für innere und äussere Einflüsse, zu denen besonders die Witterung zählt. Sichtbar werden die Schäden durch Risse, Kiesnester, Flecken und Kalkausblühungen. Korrodieren die Stahlteile, die im Inneren des Betons für Stabilität sorgen, treten tief in den Betonwänden Spannungen auf. Hier ist eine Betonsanierung unumgänglich, wenn die Stabilität des Bauwerkes erhalten bleiben soll.
     

    Risse

    Risse im Beton können sowohl durch innere als auch durch äussere Krafteinwirkungen entstehen. Doch nicht jeder Riss ist gleichzeitig ein Schaden: Im jungen Beton sind beispielsweise Risse bis zu einer Breite von 0,2 Millimetern zugelassen.
     

    Kiesnester

    Entmischen sich die einzelnen Gesteinskörnungen im frischen Beton und sondern sich dabei die grösseren Steine ab, entstehen sogenannte Kiesnester.
     

    Flecken

    Verändert sich die Farbe des Betons und er wird an manchen Stellen dunkel, hell oder wolkig, entstehen Flecken im Beton.
     

    Kalkausblühungen

    Wird Zement hart, spaltet er Kalkhydrat ab. Wird Kalkhydrat durch Regenwasser gelöst und an die Oberfläche gebracht, bleibt es bei der Verdunstung des Wassers zurück und wandelt sich in Calziumcarbonat. Der Vorgang an sich ist vollkommen natürlich, er kann jedoch unter bestimmten Bedingungen verstärkt auftreten. Das Calziumcarbonat ist dann als weisse Kalkausblühungen sichtbar.
     

    Häufige Ursachen für Schäden am Beton:

    • Fehler bei der Planung
    • Fehler beim Betonieren
    • Verwendung von ungeeignetem Beton für den Einsatzzweck
    • Beton- oder Stahlkorrosion
    • Einwirkung von schädlichen Stoffen aus der Umwelt auf den Beton
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      Was kann man dagegen tun?

       

      Schritt 1. Die Schäden am Beton bekämpfen

      Beton ist für viele Risiken anfällig. Daher ist es sinnvoll, kleinere Schäden sofort zu sanieren. Andernfalls werden die Schäden grösser und erfordern eine umfassende Betonsanierung. Eine fachgerechte Sanierung verfolgt daher gleich zwei Ziele: Mit ihr wird der Schaden behoben, zum anderen beugt sie einem weiteren Schaden vor. Ist beispielsweise die Betonabdeckung über der Stahlbewehrung zu gering dimensioniert, entstehen Risse mit Rostspuren bis hin zu Abplatzungen. In jedem Fall muss der schadhafte Beton entfernt und der Bewehrungsstahl entrostet werden. Das gelingt mit Sand- oder Hochdruckwasserstrahler. Achten Sie bei dieser Arbeit auf Ihren persönlichen Schutz und entsorgen Sie das anfallende Material fachgerecht. Anschliessend streichen Sie den Stahl mit einer Farbe, die ihn vor Korrosion schützt und tragen einen Betonsaniermörtel auf. Diese Sanierung ist in der Regel deutlich sichtbar, jedenfalls dann, wenn der Beton als Sichtbeton erhalten bleibt.
       
      Betonwand vorher vs nachher
       

      Schritt 2: Den Schäden vorbeugen

      Die natürliche Alterung des Betons können Sie nicht verhindern. Doch Sie können mit einem Schutzanstrich den Beton vor sämtlichen Schadstoffen aus der Umwelt bewahren. Das ist besonders im Anschluss an eine Betonsanierung sinnvoll. Versiegeln Sie Ihre Betonwände prophylaktisch, ersparen Sie sich unter Umständen eine Betonsanierung. In jedem Fall ist eine trockene und saubere Oberfläche die notwendige Grundlage für eine sichere Versiegelung.
       

      Frühzeitig vorbeugen und rechtzeitig sanieren

      Werden Schäden am Beton direkt vorgebeugt oder frühzeitig saniert, ist der Kostenaufwand deutlich geringer und die Wände bleiben stabil und sicher. Sind einzelne Wände oder Bauteile Wind und Wetter direkt ausgesetzt, wirken nicht nur Regen, Schnee und Sonne auf den Beton, sondern auch die in der Luft vorhandenen Schadstoffe. Daher ist eine Sanierung des Betons irgendwann nicht mehr zu umgehen. Während kleinere Schäden vielleicht nur die Optik der Fassade oder des Balkons beeinträchtigen, werden im Lauf der Zeit Stabilität und Tragfähigkeit geschwächt.
       

      Den Beton Fachmann fragen

      Ein ausgebildeter Fachmann erkennt nicht nur die Schäden am Beton, sondern auch deren Ursachen. Daher kennt er die notwendigen Massnahmen zur Betonsanierung. Fängt der Beton an zu bröckeln, ist es sinnvoll, gleichzeitig die Statik des Bauteils zu überprüfen. Treten im Lauf der Zeit feine Haarrisse auf, kann dort Feuchtigkeit ins Bauwerk dringen und mit der Zeit zu entsprechenden Schäden führen. Das kann auch dort auftreten, wo die Wände mit Fliesen von aussen gegen Spritzwasser geschützt wurden. Dringt Wasser durch die feinen Risse, können die als Bewehrung eingebauten Eisen rosten und weitere Schäden am Beton verursachen. Begutachtet ein Fachmann die Schäden an den Betonwänden, entdeckt er oft die Ursache dafür und sagt Ihnen, wie Sie die Betonsanierung fachgerecht angehen. Können wir behilflich sein? Wir sind Profi im Bereich der Betonsanierung. Nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf und vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch.